Eintragung ins goldene Buch

28.04.2026

Ein Strich für die Ewigkeit: Abschied im Marktgemeinderat


Man sagt ja immer, man sieht sich im Leben zweimal – aber im Pöttmeser Rathaus sieht man sich vor allem über Jahre hinweg bei unzähligen Sitzungen, hitzigen Debatten und zukunftsweisenden Beschlüssen. Doch der 28. April 2026 fühlte sich anders an als die gewohnten Tage im Sitzungssaal.

Es war die letzte Sitzung in dieser Konstellation. Der noch amtierende Bürgermeister ergriff das Wort, und während er die gemeinsamen Meilensteine Revue passieren ließ, wurde es im Raum ungewohnt still. Kein Rascheln von Unterlagen, kein Klackern von Kugelschreibern – nur das Bewusstsein, dass hier gerade ein Kapitel Pöttmeser Geschichte zugeschlagen wurde.

Das Goldene Buch

Dann kam der Moment, der diesen Abend aus dem gewöhnlichen Protokoll hob: Der Eintrag in das Goldene Buch der Marktgemeinde.

Wer hätte beim ersten Wahlkampf gedacht, dass man einmal dort unterschreiben würde, wo sonst nur die ganz hohe Prominenz und die bedeutendsten Ehrengäste des Marktes ihre Spuren hinterlassen? Da stand es nun, schwer und edel, auf dem Tisch. Plötzlich fühlte sich die eigene Hand am Füller doch ein bisschen schwerer an als sonst. Man wollte ja nicht ausgerechnet jetzt, kurz vor dem „Ruhestand“, einen Tintenklecks für die Ewigkeit produzieren.

Ein Erbe in Tinte

Mit der Unterschrift besiegelten wir nicht nur das Ende unserer Amtszeit, sondern machten es offiziell: Wir waren ein Teil davon. Wir haben gestritten, gelacht und vor allem gestaltet.

Als wir den Saal an diesem Abend verließen, war die politische Verantwortung vielleicht abgelegt, aber das Gefühl, sich buchstäblich in die Chronik unserer Heimat eingeschrieben zu haben, nahm jeder von uns mit nach Hause. Ein würdiger Schlusspunkt für eine intensive Zeit!

Jeder Mensch hat Überzeugungen.
In der Politik sollte man für diese einstehen und sie vertreten.